Meilenstein für Xiaomi: Erster chinesischer 3nm-Chip für autonomes Fahren vorgestellt

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Xiaomi drückt im Automobilsektor weiter massiv aufs Gaspedal. Nach dem enormen Erfolg der Modelle SU7 und dem erst kürzlich präsentierten YU7 (das sich im Segment der flachen Coupé-SUVs tummelt) zieht der Tech-Gigant nun technologisch mit Schwergewichten wie BYD, Nio, Xpeng und Li Auto gleich. Mit dem Xring D100 hat Xiaomi offiziell seinen ersten, komplett selbst entwickelten High-Compute-KI-Chip für fortgeschrittenes autonomes Fahren enthüllt.

Das Besondere: Der Xring D100 ist nach aktuellem Stand der erste intelligente Fahrchip aus China, der auf einem modernen 3nm-Prozess basiert.

Die technischen Daten des Xring D100

Während bisherige Modelle von Xiaomi noch auf etablierte Nvidia-Chips mit rund 700 TOPS Rechenleistung vertrauten, setzt der Tech-Konzern künftig auf Eigenregie in der Halbleiterentwicklung:

  • High-End-Architektur: Der Chip verfügt über eine 20-core High-Performance-CPU und eine 16-core NPU (Neural Processing Unit).

  • Enorme Rechenleistung & Speicher: Die Leistung wird auf beeindruckende 700 bis 1.000 TOPS geschätzt (damit schließt Xiaomi zu Xpengs Turing- und BYD-Xuanji-Chips auf). Zudem unterstützt der Chip bis zu 160 GB Speicher, was die lokale Ausführung von gigantischen Large-Scale-Modellen mit bis zu 200 Milliarden Parametern ermöglicht.

  • Perfekte Software-Integration: Da Xiaomi die gesamte Kette vom Halbleiter über das Domain-Control-Board bis hin zur BSP-Software (Board Support Package) selbst kontrolliert, entfallen Zwischenhändler-Margen, was die Materialkosten (BOM) bei steigenden Stückzahlen drastisch senkt.

Maßgeschneidert für Xiaomis E2E-Modell

Ein entscheidender Vorteil der Eigenentwicklung liegt in der Optimierung. Während Universalchips aufwendig angepasst werden müssen, wurde der D100 direkt um Xiaomis eigenes XLA End-to-End-Modell für autonomes Fahren herum konstruiert. Datenflüsse und Speicherzugriffsmuster greifen so nahtlos ineinander.

Welches Fahrzeug als Erstes von dem neuen Chip profitieren wird, ist offiziell noch nicht bestätigt. Branchenkenner spekulieren jedoch stark darauf, dass der Xring D100 im kommenden Jahr in einer aktualisierten Version des Xiaomi YU7 sein Debüt feiern könnte.

Kompromissloses Wachstum bei ChinaCarInsider im Blick

Der Schritt hin zu eigener Silizium-Technologie unterstreicht den aktuellen Trend in der Automobilbranche: Nur wer gigantische Stückzahlen vorweisen kann, rechtfertigt die milliardenschweren Investitionen für solche Chip-Entwicklungen. Dass Xiaomi hier absolut liefern kann, zeigen die jüngsten Auslieferungszahlen: Im ersten Quartal wurden 80.856 Fahrzeuge übergeben, im zweiten Quartal knackte man mit 104.199 Autos sogar die Marke von 100.000 Einheiten im Quartal. Das ambitionierte Jahresziel für 2026 liegt bei satten 550.000 Fahrzeugen.

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